Fünf Minuten vom Alexanderplatz befand sich mehr als hundert Jahre lang das zentrale Berliner Frauengefängnis. Heute eröffnet ein Audio-Kunstwerk den Weg in die Wahrnehmungswelten der Frauen und durch das nicht mehr existierende Gefängnisgebäude.
Ein Projekt von Christoph Viscorsum (vormals Christoph Mayer chm.)
Gefängnis für Frauen Barnimstraße 10
Hörproben aus dem 90-minütigen Hörweg
Schauprozess
Dunkelzelle
Gefängniswäscherei
Da blutet ein Staat aus
Vorbereitung zum Hochverrat
Was kommt, wenn alles anders wird?
Versteckt & Verschwunden
Zwei Gefängnisse im ehemaligen Ost-Berlin – eine Erkundung
Zwei Orte, die kaum sichtbar sind.
Eine Geschichte, die bis in die Gegenwart wirkt.
Zwei Gefängnisse inmitten der Stadt, in denen zu DDR-Zeiten Menschen aus unterschiedlichen Gründen inhaftiert waren. Das eine ist geblieben, verborgen in einem Verwaltungsgebäude. Das andere ist verschwunden.
Das Untersuchungsgefängnis in der Keibelstraße und das Frauengefängnis Barnimstraße erzählen von einem System, das festlegte, wer dazugehört und wer nicht, was erlaubt ist und was bestraft wird. Es geht um Abweichung und Anpassung, um Kontrolle, um Entscheidungen, die nicht frei sind.
Und um die Fragen, die bleiben: Was ist erinnerungswürdig? Was bleibt? Und was verschwindet?
In der Keibelstraße stehen die Räume noch, Zellen, Flure, Türen, ein Bau aus dem Jahr 1951, mitten in der Stadt. In der Barnimstraße ist nichts geblieben, das Gefängnis von 1864 wurde abgerissen. Ein künstlerischer Hörweg führt in die Wahrnehmung der Frauen: ihre Stimmen, ihre Gedanken, ihre Entscheidungen.
In etwa 120 Minuten bewegen Sie sich zwischen diesen beiden Orten, zwischen Verstecktem und Verschwundenem, zwischen dem, was war, und dem, was bleibt.
Termine 2026 (Pilotphase)
- Samstag, 30. Mai, 11.00–13.00 Uhr
- Sonntag, 5. Juli, 11.00–13.00 Uhr
- Sonntag, 13. September, 11.30–13.30 Uhr
- Sonntag, 8. November, 13.00–15.00 Uhr
Start: Lernort Keibelstraße, c/o Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Bernhard-Weiß-Straße 6, 10178 Berlin
Ende: Barnimstraße, Verkehrsschule Friedrichshain, Weinstraße 2, 10249 Berlin
Buchung: anmeldung@keibelstrasse.de
Schüler:innenworkshops 2026
Am Gedenkort Barnimstraße 10 – dem ehemaligen Berliner Frauengefängnis – entwickeln wir im Laufe des Jahres 2026 neue Unterrichtsmaterialien für Schulen. Grundlage ist der Hörweg des Künstlers Christoph Viscorsum, der über ein Audiostück die Geschichte des Ortes und die Erfahrungen der dort inhaftierten Frauen über Stimmen erzählt.
Die Materialien möchten wir gemeinsam mit Schüler:innen entwickeln. Deshalb planen wir Workshops, in denen wir von euch erfahren möchten, was euch an der Geschichte dieses Ortes und den Erfahrungen der inhaftierten Frauen besonders interessiert. Ihr könnt euch dabei mit Fragen wie diesen beschäftigen: Was bedeutet Freiheit? Was bedeutet politische Verfolgung? Was hat Geschichte mit unserer Gegenwart zu tun? In den Workshops lernt ihr die Geschichte des Ortes kennen, diskutiert miteinander über Fragen der Vergangenheit und Gegenwart und bringt eure eigenen Ideen ein. Eure Perspektiven fließen direkt in die neuen Materialien für Schulen ein.
Die Workshops richten sich an Schüler:innen von 13 bis 18 Jahren und können mit ganzen Klassen oder kleineren Gruppen stattfinden. Termine werden derzeit geplant.
Bei Interesse oder Fragen freuen wir uns über eine Nachricht: info@kidbike.de
Einladung an Lehrer:innen
Am Gedenkort Barnimstraße 10 – dem ehemaligen Berliner Frauengefängnis – entwickeln wir im Jahr 2026 neue Vermittlungs- und Unterrichtsmaterialien für Schulen. Ausgangspunkt ist der Hörweg des Künstlers Christoph Viscorsum, der die Geschichte des Ortes und die Erfahrungen der dort inhaftierten Frauen über Stimmen erfahrbar macht.
Um praxisnahe Materialien zu entwickeln, die im Unterricht wirklich funktionieren, möchten wir Schüler:innen und Lehrer:innen verschiedener Fächer in den Entstehungsprozess einbeziehen.
Wir laden zu einem Workshop für Lehrer:innen ein um zu diskutieren, welche Themen und Zugänge für den Unterricht geeignet sind, wie sich der Hörweg in Fächern wie Geschichte, Ethik, Politik, Kunst oder Psychologie nutzen lässt und welche Formen von Aufgaben, Materialien und Methoden eine vertiefte Auseinandersetzung unterstützen. Die Ergebnisse des Workshops fließen direkt in die Entwicklung neuer Unterrichtsmaterialien ein.
Die Termine sind in Planung, bei Interesse an einer Teilnahme freuen wir uns über eine Nachricht: info@kidbike.de
Realisierung als Ergebnis eines Kunstwettbewerbes des Landes Berlin
In Zusammenarbeit mit
FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Paul Singer Verein und KidBike e.V.
Unterstützt von
Hauptstadtkulturfonds, Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
Mit freundlicher Unterstützung von
Triflex und Czyborra Fahrbahnmarkierung